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Geistlich-inhaltliche Fragen
Trotz wachsendem Interesse an Gott und Glauben wird nicht jeder Interessierte von den bestehenden Kirchen angesprochen – Menschen sind unterschiedlich. Hier in Sachsen z.B. bezeichnen sich nur 21% aller Einwohner als evangelisch und nur 4 % als katholisch. Die verbleibenden 75% sind konfessionslos. Das bedeutet nicht, dass 3/4 der Sachsen keinerlei Interesse an Themen wie Gott und Glauben haben – im Gegenteil. Deshalb brauchen wir Gemeindegründungen. Historisch gesehen gab es schon immer viele verschiedene Formen christlichen Lebens, z.B. auch sogenannte freie Gemeinden, die die gleiche Glaubensbasis wie die großen, traditionellen Kirchen haben, sich aber selbstständig verwalten. In Deutschland wurden in den letzten 15 Jahren mehr als 1500 neue Gemeinden von evangelisch freikirchlichen Bewegungen gegründet. Warum? Wir Menschen im 21. Jahrhundert brauchen mehr denn je Halt und Orientierung in unserem Leben. Fragen nach Sinn und Vision werden wieder vermehrt gestellt. Um auf diese Fragen Antworten zu finden, kommen Menschen in neuen freikirchlichen Formen in Gemeinden zusammen und es entstehen Gemeindegründungsarbeiten, die versuchen, zeitgemäße Wege mit Gott und miteinander zu finden. Eine Gemeindegründungsarbeit sind Leute, die christliche Gemeinden gründen und aufbauen. Wir als Gemeindegründungsarbeit Marienberg sind rechtlich unabhängig vom Staat und von landeskirchlichen Institutionen. Wir erheben keine Kirchensteuer, sondern finanzieren unsere Arbeit aus freiwilligen Spenden unserer Mitglieder und Freunde. Wir vertreten ausgewogene, biblische Lehrinhalte und teilen ein evangelisches Verständnis der Bibel. Wir sehen uns als positive Ergänzung zu den traditionellen großen Kirchen in unserer Region, dem Erzgebirge. Uns ist es wichtig, mit vielen Kirchen und Gemeinschaften durch gegenseitige Wertschätzung verbunden zu sein. Denn christlicher Glaube ist nicht in einer einzigen Ausdrucksform einzufangen, sondern es bedarf unterschiedlicher Gemeindeformen um den verschiedenen Bedürfnissen von uns Menschen zu begegnen.
In einer Gemeinde können wir am besten geistlich wachsen, stark werden, Hilfe und Ermutigung bekommen. Auch charakterlich kann man sich zusammen besser entwickeln, denn wir Menschen sind auf Gemeinschaft angelegt. Jeder soll aktiv am Gemeindeleben teilnehmen können und anderen mit seinen Stärken und Fähigkeiten dienen. Unzählige Beispiele von Biografien zeigen, dass es außerhalb verbindlich gelebter Gemeinschaft nur schwer möglich ist, dass sich die Ziele und Absichten Gottes für das Leben eines jeden einzelnen erfolgreich erfüllen. (Apg.2,42+46; Hebr.10,25; 1.Kor,12,28) Wir verstehen uns als Ergänzung zu den bereits bestehenden Kirchen, Gemeinschaften und Gemeinden im Erzgebirge, die auf der Basis des apostolischen Glaubensbekenntnisses stehen. Die Gemeindegründungsarbeit Marienberg entstand angesichts wachsender Nachfrage nach Gott und Glauben. Damit haben wir das gleiche Ziel wie andere Kirchen und Gemeinden, nämlich Menschen eine geistliche Heimat zugeben, die eine solche suchen und noch nicht gefunden haben. Dass unsere Werte im Einklang mit den Grundlagen der Deutschen Evangelischen Allianz stehen, ist Basis für ein gutes Verhältnis untereinander. Das christliche Leben im Erzgebirge hat mit uns als Gemeindegründungsarbeit - wie auch mit jeder weiteren in Zukunft entstehender lokalen Ortsgemeinde – keine Konkurrenz, sondern Ergänzung, Bereicherung und Vielfalt. Mit dieser Vielfalt bilden wir eine Familie, in der jeder seinen spezifischen Platz in der Gesellschaft hat. Unter Kirchenmitgliedschaft verstehen wir, dass jeder Christ einerseits Teil der weltweiten christlichen Kirche ist und andererseits auch verbindlich in einer lokalen Ortsgemeinde mitmacht. Heutzutage fragen die Menschen nicht, ob wir evangelisch, katholisch oder welcher sonstigen Konfession wir sind. Sie fragen uns, ob wir Christen sind. Diese Erfahrung machen wir mehr und mehr. Konfessionalismus hat in einer zunehmend säkularen Welt immer weniger Platz. Deswegen verstehen wir ihn nicht als Abgrenzung, sondern als Herkunft. Eine Antwort auf die Frage der Kirchen- oder Gemeindemitgliedschaft soll weder auf Traditionen noch auf Emotionen beruhen, sondern ganz persönliche, praktische Motive haben. Die Frage einer überzeugten und bezeugten Mitgliedschaft hat für uns trotz dieser persönlichen Freiheit einen wichtigen Platz. In unserem Land, in dem einmal die Reformation stattgefunden hat und in der heute die große Mehrheit der Bevölkerung geistlich orientierungslos ohne eine persönliche Beziehung zu Gott lebt, suchen Menschen wieder nach verbindlicher Zugehörigkeit zu einer Kirche, an der sie gern und aktiv teilnehmen können. Diesen Wunsch erleben wir verstärkt hier bei uns im Erzgebirge. Wir wollen unserer Gesellschaft einen Zusammenhalt vorleben, nach der sich so viele sehnen: Herzliche Gemeinschaft im geistlichen, aber auch am sozial-gesellschaftlichen Leben. Gleich welcher Herkunft jeder einzelne ist, Mitgliedschaft soll in jedem Fall Herzenssache sein. Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde, und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn, der empfangen wurde durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten hat unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben ist, niedergefahren ist zur Hölle, am dritten Tage wieder auferstanden ist von den Toten, aufgestiegen ist zum Himmel, sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters, von wo er kommen wird zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, die Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und ewiges Leben. Lobpreis bringt unsere Dankbarkeit, Liebe und Achtung Gott gegenüber zum Ausdruck. Gott mit Musik anzubeten, davon berichten z.B. schon die biblischen Psalmen (Ps.30,5; Ps.150,6). Lobpreis ist natürlich mehr als gute Musik, er bezieht sich auf unser ganzes Leben und das kommt in unseren Gottesdiensten zum Ausdruck. Und weil Gott uns unterschiedlich gemacht hat, möchte er, dass jeder von uns seine Liebe zu ihm so ausdrückt wie er es auf dem Herzen hat. Hauptsache es kommt von Herzen, wie z.B. singen (Ps.9,3+12), jauchzen (Ps.47,2), unserer Hände zum Himmel erheben (Ps.63,5), Händeklatschen (Ps.47,2), mit Musikinstrumenten (Ps.150,3-5), tanzen (Ps.149,3) usw. Gott ist ein redender Gott und möchte, dass wir Menschen ihn verstehen. Er teilt sich ganz verschieden mit. Am häufigsten redet er durch unser inneres Zeugnis, der Stimme des Gewissens und der Stimme des Heiligen Geistes. Eine andere Möglichkeit, wie Gott zu uns redet, ist im Gebet. Wie jedes andere Gespräch beinhaltet auch das Gebet als Kommunikation mit Gott nicht nur unser Reden, sondern auch unser Hören auf Gottes Reden. Je intensiver und natürlicher wir mit Gott im Gespräch bleiben, desto besser lernen wir, seine Stimme zu verstehen. Dieses konkrete Reden Gottes steht immer mit seinem generellen Reden durch die Bibel im Einklang, durch die er besonders klar zu uns redet und die deshalb „Gottes Wort“ genannt wird. Grundsätzlich können wir sagen: Jeder Mensch weiß von Gott in seinem Gewissen (Röm.2,15). Auch die Menschen, die von Gott noch nie etwas gehört haben, wissen intuitiv genau was Fakt ist (Röm.1,19-20 und Röm.2,14-15). Für Jesus selbst war es das natürlichste von der Welt, dass wir Christen Gottes Stimme hören und von anderen inneren Stimmen unterscheiden können (Joh.10,3). Auch bei den ersten Christen war diese Kommunikation mit Gott Alltag. (Apg.16,6+7).
Unser menschlicher Verstand kann Gott nur begrenzt begreifen, weil er keine materiell fassbare, sondern eine geistliche Person ist. Nur durch die Dimension des Glaubens können wir die biblische Wahrheit annehmen, die besagt, dass es einen Gott gibt und dieser Gott sich in 3 Personen äußert: in der Person des Vaters, in der des Sohnes Jesus Christus und in der Person des Heiligen Geistes. Ihrem Wesen nach sind sie vollkommen eins, untereinander gleich und ewig. (5.Mo.6,4; Mt.3,16) In unserer heutigen Zeit wird immer wieder gesagt, bestimmte Gemeinden oder kirchliche Gruppen seien „charismatisch“ oder eben nicht charismatisch. Gebräuchlicherweise wird das mit einer bestimmten Gottesdienstform im Zusammenhang gebracht. Ursprünglich ist vom Wortsinn her seit Beginn der christliche Kirche vor 2000 Jahren jeder Christ charismatisch – und wer Charisma hat, hat Ausstrahlung. Als sogenannte Charismen (griechisch) werden natürliche und übernatürliche Gaben bezeichnet, die Gott durch seinen Heiligen Geist allen Christen anbietet. Laut dem Bibelwort in 1.Kor 14,1 soll sich jeder Christ nach diesen Gaben ausstrecken. Im ausgewogenen Zusammenspiel dieser geistlichen Gaben mit der Liebe der Menschen untereinander, liegt eine unschlagbare Kraft im Leben von uns Christen. Charismatisches Christsein erlebt auch die übernatürliche, transzendente Seite des Glaubens im ganz natürlichen, gewöhnlichen Alltag. Das ist durch den Heiligen Geist möglich. Aus diesem Grund betonen wir neben der Gnade von Jesus und der Liebe Gottes auch die „Gemeinschaft des Heiligen Geistes“ aus dem Bibelwort in 1.Kor.13,13 als dritten Glaubensartikel unseres christlichen Glaubensbekenntnisses. Wir Menschen in Europa kennen heute größtenteils nur ein Christentum, das Wunder ausblendet. Deshalb ist es für viele erstaunlich, wenn Gott auch heute Wunder tut. Laut Gottes Wort, der Bibel, wäre es aber verwunderlich, wenn heute keine Heilungen geschehen würden. Es ist doch nachvollziehbar, dass ein barmherziger Gott sich um Arme kümmert und Kranke heilt. Die Glaubensbasis für Heilungen ist das Wort aus der Bibel: „Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit.“ Laut der über Jesus prophezeienden Bibelstelle Jesaja 53,4 hat Jesus damals nicht nur unsere Schuld, sondern auch unsere Krankheiten auf sich genommen. Warum? Wir glauben, das geschah aus dem Grund, dass wir Frieden haben und durch seine Wunden geheilt sind. Sünde ist Ungehorsam gegenüber Gott, d.h. gegenüber seinen Plänen und seinen Weisungen. Mit anderen Worten: Sünde ist ein Vertrauensbruch zwischen der Menschheit und ihrem Schöpfer. In der Bibel wird detailliert erklärt, warum kein Mensch von sich selbst heraus auf die Idee kommt, sein Leben in diesem Urvertrauen zu Gott zu leben. Eigentlich müsste jeder Mensch mit den Konsequenzen dieses zerbrochenen Vertrauens leben (Röm.3,9+23). Aber dadurch, dass ein Mensch Jesus Christus als Herrn und Heiler anerkennt, wird die vertrauensvolle Beziehung zu seinem Schöpfer wieder hergestellt. Er wird von dem Zwang zur Sünde frei, denn Jesus, der ohne Sünde war, nahm die Sünde der Welt auf sich (Joh.1,29). Auch die Antwort auf diese Frage gibt die Bibel: „Sie sprachen: Glaube an den Herrn Jesus, so wirst du und dein Haus selig!“ (Apg.16,31) Diese Gewissheit hängt nicht von uns Menschen ab, sie ist Gottes Geschenk. Wir Menschen brauchen dieses Geschenk nur annehmen. Gott sagt zu uns: „Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht auf Grund eurer Bemühungen, sondern es ist Gottes Geschenk.“ (Eph.2,8) Dass das so ist, das bestätigt Gottes Geist unserem Geist, sozusagen als sein dauerhaftes, innerliches Feedback (Röm.8,16). Wenn du weitere Fragen zu uns oder zum Thema Glauben hast, kannst du gern mit uns ins Gespräch zu kommen. Herzlich willkommen! |
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